 |
 |
 |

Der Kreuzbund in Leer
|
|
Resultierend aus den Erfahrungen, die die Emder
Gruppe seit ihrer Gründung 2007 gemacht hat, besteht auch in Leer
eine enorme Nachfrage nach Hilfe zur Selbsthilfe. Darauf hin wurde auch in
Leer eine Kreuzbund-Gruppe gegründet. Seit Januar 2009 trifft sich diese
Gruppe regelmäßig montags zu ihren Gruppenstunde im
Pfarrer-Schniers-Haus.
Gerade der Umstand, daß die Menschen heute mehr Freizeit haben - sei es
durch Arbeitszeitverkürzung oder durch Arbeitslosigkeit - und die Macht
der Medien, läßt viele Mitmenschen in die Abhängigkeit von
Suchtmitteln geraten. Weil auch in zunehmendem Maße Jugendliche in die
Abhängigkeit kommen, ist es besonders wichtig auf die Gefahren beim
Konsum von Drogen, Medikamenten und Alkohol hinzuweisen. Wir wissen, daß
der Kontrollverlust zur Sucht führt. Diese Krankheit ist nicht
heilbar! Sie kann lediglich zum Stillstand gebracht werden.
Hier nun setzt die Arbeit des Kreuzbund ein. Es ist für den
Einzelnen oft sehr schwierig, sich vor den Versuchungen des Alltages zu schützen. Der
Besuch der Kreuzbund-Gruppe aber gibt nicht nur das Gefühl der Zusammengehörigkeit -
nein, hier wird man auch verstanden mit seinen Problemen, weil jeder gleiche oder
ähnliche Probleme hat - oder hatte. Hier kann man offen Reden - und das sollte man auch
tun! - denn nur wer etwas sagt, dem kann auch geholfen werden. Und schämen muß sich bei
uns niemand!
Wir sind also eine Selbsthilfegruppe für
Suchtkranke, -gefährdete und Angehörige, und verstehen uns als Weggefährte
für die Betroffenen und Angehörigen. Da wir selbst Betroffene sind und durch eine
ambulante oder stationäre Behandlung von Suchtmitteln gelöst in zufriedener abstinenter
Weise leben, können wir aus eigener Erfahrung Wege aufzeigen, die die Suchtkrankheit zum
Stillstand bringen.
Es gibt sehr unterschiedliche Wege aus der Abhängigkeit. Einigen
Abhängigen gelingt es nur durch den Besuch unserer Gruppe, sich langfristig von Alkohol,
Medikamenten und Drogen zu lösen. Andere absolvieren zusätzlich eine ambulante
Behandlung innerhalb einer Fachambulanz. Sinnvoll ist jedoch häufig eine
mehrwöchige/-monatige stationäre Behandlung in einer speziellen Fachklinik für
Suchtkranke. Egal, ob ambulante oder stationäre Behandlung, der Besuch der Gruppe sollte
weiterhin erfolgen, denn ohne Nachsorge werden mehr als 70% aller Betroffenen rückfällig.
Neben der Gruppenarbeit helfen wir den Betroffenen durch Besuche in der
Klinik, Hausbesuche, Einzelgespräche und Begleitung (zum schwersten Gang) zur Entgiftung
in das Krankenhaus. Doch auch durch Geselligkeit und gemeinsame Freizeitaktionen erfährt
der Betroffene menschliche Nähe und Unterstützung, um aus seiner Isolation
herauszufinden.
Da auch der Partner und die ganze
Familie von den Problemen betroffen sind, werden die Angehörigen in der
Gruppe gerne gesehen, denn auch der Angehörige braucht Rat, Information und
Beistand. Im gegenseitigen Erfahrungsaustausch werden nicht nur die Probleme besprochen,
die durch den Suchtmittelmißbrauch entstanden sind, auch die Hintergründe der Sucht, wie
Ängste, Partnerschaftsprobleme, Depressionen, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit oder andere
Problemstellungen werden besprochen.
Zielsetzung unserer gegenseitigen
Hilfe ist nicht nur die abstinente Lebensweise, sondern zudem die Stärkung der
Persönlichkeit, um mit Konflikten umgehen zu können. Nur hierdurch kann ein Rückfall
vorgebeugt und eine zufriedene Abstinenz erreicht werden.
Brauchen Sie uns?
Wir brauchen Sie!
|
|
|
|